2018…schon wieder?

Ich schreibe diesen Blog am 08.04.2026. Ich bin erleichtert, dass irgendetwas in Präsident Trumps “Mind” ihn aufgehalten hat, seine martialischen Drohungen in die Realität umzusetzen. Die USA und Europa sind zutiefst geschwächt und entfremdet. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass dies ein Wendepunkt zum Besseren wird. Ich persönlich hoffe, dass die Ungarn am 12. April ein Zeichen für die Demokratie setzen und Viktor Orbán abwählen und ein Zeichen setzen. Auch haben die Israelis im Oktober eine Chance, ein Zeichen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu setzen, sodass Benjamin Netanjahu ein ordentlicher Prozess gemacht werden kann.

Und zuletzt könnten die US-Amerikaner ein Zeichen für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in den Midterms zeigen. Ob es zu solchen Kehrtwendungen kommt, ist schwer vorauszusagen, aber ich halte es für möglich.

Leider ist aber ein großes Problem mit Donald Trump in den vielen Diskussionen um ihn und seine Taten seit seiner zweiten Amtszeit 2025 zu kurz gekommen. Er schadet dem Kampf gegen den Klimawandel enorm. Europa und insbesondere Deutschland haben sich auch aufgrund seines Einflusses der fossilen Industrie wieder genähert. Doch die Zwei vor dem Komma an der Zapfsäule wird vorerst bleiben und die Vorteile regenerativer Energie werden auch so manch Kritiker umstimmen.

Persönlich glaube ich, dass bedauerlicherweise nur sehr harte Wetterextreme und wirtschaftliche Not wie durch den Irankrieg so viel Druck bei der Menschheit aufbauen, um die Energiewende durch Elektrifizierung auf ein Niveau zu heben, das den Klimawandel entscheidend verlangsamen kann. Derzeit sieht es leider gar nicht danach aus. Der renommierte Klimaforscher James Hansen sieht in den Messdaten auch eine rapide Beschleunigung des Klimawandels. Ein sehr schwacher La Niña (atmosphärische Abkühlphase nach El Niño) könnte ihm rechtgeben, aber das ist noch nicht ausgemacht.

Auch nicht ausgemacht ist, ob sich der Jahrhundert-Hitzesommer 2018 schon acht Jahre später wiederholt. Aber das wahrscheinliche Eintreten von El Niño in diesem Jahr und das schon jetzt zu beobachtende starke Meandrieren des Jetstreams (sogenannte Rossby-Wellen) geben starke Anzeichen, dass sich 2018 jetzt wiederholen könnte. Es ist allerdings noch zu früh, eine solche Aussage mit Gewissheit zu tätigen. Wetter ist und bleibt chaotisch, doch Muster und Mittelwerte lassen sich auch in chaotischen Systemen ableiten.

Die obige Abbildung (https://earth.nullschool.net/#current/wind/isobaric/250hPa/orthographic=-43.12,50.12,545) ist eine aktuelle Aufnahme des Jetstreams am 08.04.2026 um 21:30 MEZ.

Der Jetstream fungiert als eine Art gigantische „Wetter-Autobahn“ in der oberen Atmosphäre, die normalerweise kühle Meeresluft und Regen in einem stetigen Band von West nach Ost über Deutschland und Zentraleuropa schiebt. Auf der aktuellen Aufnahme sehen wir jedoch eine dramatische Spaltung dieses Windbandes, einen sogenannten „Double Jet“, bei dem sich der Hauptstrom teilt und Mitteleuropa in eine Art „toten Winkel“ gerät. Während diese Formation jetzt im April noch keine extremen Auswirkungen zeigt, da die Sonne noch nicht ihre volle Kraft entfaltet und die Atmosphäre noch kühler ist, birgt genau diese Wellenformation ab Mai ein erhebliches Risiko.

Ab Mai kann sich die aktuelle Konstellation nämlich zu einer regelrechten Hitzefalle entwickeln: Der Jetstream bildet dann über uns einen massiven Hochdruckrücken, der wie ein unsichtbarer Deckel fungiert und heiße Luftmassen direkt aus der Sahara nach Norden saugt und dort gefangen hält. Gleichzeitig werden kühlende Regenschauer vom Atlantik durch den gespaltenen Strom weiträumig nach Norden oder Süden umgeleitet, sodass die Natur keine Atempause bekommt und die Böden rapide austrocknen. Sollte diese Blockadelage über den Mai hinaus bestehen bleiben, droht eine extreme Hitzeentwicklung, die starke Parallelen zum Rekordsommer 2018 aufweist, in dem der Jetstream ebenfalls seinen „Lüfter“ ausschaltete und Mitteleuropa monatelang unter einer stabilen Hitzeglocke verharren ließ.

Ob es so kommt, bleibt also abzuwarten, aber wer das Ganze vertiefen möchte, kann es hier in einer kleinen Studie, erzeugt mit dem Gemini-Thinking-Modus-Model, nachlesen:

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