
Ich glaube, jeder hat schon mal von Rockefeller und seinem Trust Standard Oil, heute würde man Konzern sagen, gehört. Standardisiertes Öl, der Name hört sich so harmlos an, aber das Konzept und die Person dahinter hatten bzw. haben es in sich.
Von Monopolmacht zu Transformation: Standard Oil und der Kampf der Energien
Die Geschichte von Standard Oil ist mehr als nur eine Erzählung über Öl und Macht – sie symbolisiert den jahrhundertelangen Kampf zwischen fossilen Energien und dem Drang der Menschheit, sich unabhängig von dieser Dominanz zu machen. Was 1870 als ambitioniertes Geschäftsprojekt von John D. Rockefeller begann, entwickelte sich zu einem globalen Symbol der fossilen Energiewirtschaft – und später zu einem Wendepunkt für die Regulierung von Marktmacht und Wettbewerb.
Ein Monopol wird geboren
Im Jahr 1870 gründeten Rockefeller und seine Partner Standard Oil in Cleveland, Ohio. Die Mission war klar: Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette des Ölgeschäfts. Mit einer aggressiven Strategie kaufte das Unternehmen Konkurrenten auf, senkte die Preise radikal, um sie aus dem Markt zu drängen, und nutzte modernste Infrastruktur wie Pipelines, um Eisenbahntransporte überflüssig zu machen. Ende des 19. Jahrhunderts kontrollierte Standard Oil 90 % der US-amerikanischen Ölraffinerien und Pipelines. Es war ein Monopol, das seinesgleichen suchte – effizient, brutal und profitabel.
Aber diese Marktmacht kam nicht ohne Kosten. Die Praktiken von Standard Oil wurden zum Symbol für die Schattenseiten der fossilen Energiewirtschaft: die Ausbeutung von Ressourcen, Arbeitern und Verbrauchern. Während die Energieversorgung wuchs, wuchs auch die Abhängigkeit der Welt von fossilen Brennstoffen.
Das Fundament fossiler Dominanz
Die Macht von Standard Oil lag nicht nur in der Effizienz. Es war die perfekte Verkörperung eines Systems, das fossile Brennstoffe als unverzichtbar für wirtschaftliches Wachstum und menschlichen Fortschritt definierte. Von der Dampflok bis zur elektrischen Beleuchtung – Öl war der Treibstoff des Fortschritts. Doch dieser Fortschritt kam mit einem hohen Preis: Die Monopolstellung von Standard Oil erstickte Innovation und Konkurrenz, während fossile Energien zum unumstrittenen Rückgrat der Weltwirtschaft wurden.
Die Praktiken des Unternehmens führten jedoch zu wachsender Kritik. Investigative Journalisten wie Ida Tarbell enthüllten in ihrer berühmten Serie „The History of the Standard Oil Company“ die dunklen Seiten von Rockefellers Imperium. Die öffentliche Empörung zwang den Staat zum Handeln. Der Sherman Antitrust Act von 1890 wurde zur Grundlage einer Bewegung gegen Monopole.
Der Kampf für Wettbewerb: Die Zerschlagung von Standard Oil
1911 fiel das Urteil: Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte Standard Oil für ein illegales Monopol. Das Unternehmen wurde in 34 Nachfolgeunternehmen zerschlagen – darunter ExxonMobil, Chevron und Amoco. Dieser Moment markierte einen Wendepunkt. Die Zerschlagung von Standard Oil zeigte, dass auch die mächtigsten Konzerne ihrer Zeit Grenzen gesetzt bekommen konnten.
Doch paradoxerweise war dies kein Ende, sondern ein neuer Anfang für fossile Energien. Die Nachfolgeunternehmen blühten auf und schufen die Grundlage für die moderne Öl- und Gasindustrie, die bis heute dominiert.
Von fossiler Macht zu regenerativer Hoffnung
Die Geschichte von Standard Oil steht in einem spannenden Kontrast zu den heutigen Herausforderungen. Während die fossile Energiewirtschaft einst als Wegbereiter für Fortschritt gefeiert wurde, sehen wir heute ihre Grenzen. Klimawandel, Umweltzerstörung und die Endlichkeit fossiler Ressourcen stellen die Menschheit vor die Frage: Wie lösen wir uns von einer Energieform, die über ein Jahrhundert lang die Welt dominierte?
Erneuerbare Energien – Sonne, Wind und Wasser – stehen für eine neue Ära. Doch der Übergang ist kein einfacher. Die Erben von Standard Oil, ExxonMobil und Chevron, kämpfen um ihre Marktstellung. Regenerative Energien sind heute, was Standard Oil einst für Rockefellers Gegner war: ein Herausforderer, der den Status quo bedroht.
Das Vermächtnis: Eine Lektion für die Zukunft
Die Geschichte von Standard Oil lehrt uns, dass Macht nicht ewig ist – und Wandel unvermeidlich ist, wenn Menschen für einen größeren Zweck eintreten. So wie die Zerschlagung von Standard Oil den Weg für Wettbewerb und Regulierung bereitete, kann die heutige Energiekrise ein Wendepunkt sein. Es liegt an uns, ob wir diesen Übergang aktiv gestalten oder von den Kräften der Geschichte überrollt werden.
Standard Oil war ein Gigant seiner Zeit, doch regenerative Energien könnten das neue Symbol für wirtschaftliche Effizienz, technologische Innovation und Nachhaltigkeit werden.
Der Kampf für Wettbewerb: Die Zerschlagung von Standard Oil
1911 fiel das Urteil: Der Oberste Gerichtshof der USA erklärte Standard Oil für ein illegales Monopol. Das Unternehmen wurde in 34 Nachfolgeunternehmen zerschlagen – darunter ExxonMobil, Chevron und Amoco. Dieser Moment markierte einen Wendepunkt. Die Zerschlagung von Standard Oil zeigte, dass auch die mächtigsten Konzerne ihrer Zeit Grenzen gesetzt bekommen konnten.
Doch paradoxerweise war dies kein Ende, sondern ein neuer Anfang für fossile Energien. Die Nachfolgeunternehmen blühten auf und schufen die Grundlage für die moderne Öl- und Gasindustrie, die bis heute dominiert.
Von fossiler Macht zu regenerativer Hoffnung
Die Geschichte von Standard Oil steht in einem spannenden Kontrast zu den heutigen Herausforderungen. Während die fossile Energiewirtschaft einst als Wegbereiter für Fortschritt gefeiert wurde, sehen wir heute ihre Grenzen. Klimawandel, Umweltzerstörung und die Endlichkeit fossiler Ressourcen stellen die Menschheit vor die Frage: Wie lösen wir uns von einer Energieform, die über ein Jahrhundert lang die Welt dominierte?
Erneuerbare Energien – Sonne, Wind und Wasser – stehen für eine neue Ära. Doch der Übergang ist kein einfacher. Die Erben von Standard Oil, ExxonMobil und Chevron, kämpfen um ihre Marktstellung. Regenerative Energien sind heute, was Standard Oil einst für Rockefellers Gegner war: ein Herausforderer, der den Status quo bedroht.
Das Vermächtnis: Eine Lektion für die Zukunft
Die Geschichte von Standard Oil lehrt uns, dass Macht nicht ewig ist – und Wandel unvermeidlich ist, wenn Menschen für einen größeren Zweck eintreten. So wie die Zerschlagung von Standard Oil den Weg für Wettbewerb und Regulierung bereitete, kann die heutige Energiekrise ein Wendepunkt sein. Es liegt an uns, ob wir diesen Übergang aktiv gestalten oder von den Kräften der Geschichte überrollt werden.
Standard Oil war ein Gigant seiner Zeit, doch regenerative Energien könnten das neue Symbol für wirtschaftliche Effizienz, technologische Innovation und Nachhaltigkeit werden.
Der Kampf ist weiterhin nicht vorbei, und die Zukunft, sich von den Fossilien der Vergangenheit zu lösen und eine neue Ära einzuläuten, steht einmal mehr in den Sternen. Eher sind wir im Teil “Das Imperium schlägt zurück!”. Ist am Ende das Leben doch nur eine Hollywood-Schnulze?
Mit Trump, Musk und Ramaswamy stehen glühende Verfechter für Deregulierung an oberster Macht. Auch wenn Musk, der den Klimawandel nicht leugnet und der auch auf regenerative Energien setzt, nicht direkt zu dem Drill Baby Drill Präsidenten passt, die argentinische Kettensäge haben sie alle drei im Blut und die verträgt sich mit langatmiger Nachhaltigkeit schlecht.
Aber warum tun sich Leute wie Trump und Ramaswamy denn so schwer mit grüner Technologie? Was bieten die grünen Energien denn neben ökologischen Vorteilen:
Erneuerbare Energien haben das Potenzial, nachhaltige und gerechte Strukturen aufzubauen, zumindest zu fördern, die allen Menschen zum Wohl reichen. Realisiert wird das durch Dezentralisierung, Transparenz, soziale Teilhabe und ökologische Integrität.
Die Prinzipien Dezentralisierung, Transparenz und soziale Teilhabe möchte ich an meinem persönlichen Beispiel erklären.
Ich bin Mieter und wir haben einen schönen Balkon in Südrichtung. Seit drei Jahren steht dort ein 300 Watt Solarmodul, das mir über das Jahr 230-250 kWh geliefert hat, was fast 10% unseres Jahresverbrauchs ist. Mein Energielieferant ist die Sonne, zugegeben etwas launisch, aber diese Launen sind mir wesentlich lieber als die Launen auf dem Öl- oder Gasmarkt. So wird ein Teil des Photonenstroms der Sonne in elektrischen Strom für unser Wohnzimmer verwendet. Der Strom wird dabei über einen Schuko-Stecker mit einer Außensteckdose verbunden. Mein Solarmodul ist mit einem Wechselrichter ausgestattet, der den erzeugten Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt, der mit dem Stromnetz kompatibel ist. Dieser Wechselstrom wird über die Steckdose in mein Wohnungsnetz eingespeist und steht parallel zum Strom aus dem öffentlichen Netz zur Verfügung. Geräte, die Strom benötigen, „ziehen“ diesen automatisch aus der nächstliegenden Quelle, die verfügbar ist – in diesem Fall mein Balkonmodul.
Auch wenn diese Lösung für mich zentral ist, zentraler geht es kaum, ist es aus Sicht des europäischen Verbundnetzes natürlich dezentral. Die Symmetrie des Marktes ist gebrochen, auf der einen Seite der Produzent, der den Zugang zu den Rohstoffen und die Umwandlung in Energie über Verbrennung oder Kernspaltung garantiert und über das Netz zu mir liefert.
Mit meinem Balkonkraftwerk bin ich nun aber Prosumer, Produzent und Konsument. Aber ich gebe zu, mit meinem 10% Stromanteil aus eigener Produktion komme ich nicht weit und daher beziehe ich 90% von einer Windparkgenossenschaft aus Norddeutschland. Ich besitze ein paar Genossenschaftsanteile und wenn es gut beim Windpark läuft, erhalte ich eine kleine Dividende.
Die Genossenschaft bietet mir eine Möglichkeit, aktiv an einem gemeinsamen Ziel teilzunehmen (zum Beispiel die Förderung erneuerbarer Energien) und dabei von den wirtschaftlichen Erfolgen zu profitieren. Sie ist demokratisch organisiert und fördert Mitgliederinteressen, während eine Aktiengesellschaft stärker auf Kapitalerträge und Wachstumsziele ausgerichtet ist. Ein Engagement in der Genossenschaft stärkt also nicht nur deine persönliche Energieversorgung, sondern auch den Ausbau nachhaltiger Energiequellen. Der Unterschied einer Genossenschaft zur Aktiengesellschaft bezieht sich vorwiegend auf den Verzicht auf Gewinnmaximierung. Die Genossenschaft ist oft lokal oder regional orientiert, was ein überschaubares Geschäftsmodell bedeutet (Transparenz). Ein Teil der Gewinne wird oft für gemeinschaftliche Zwecke oder Investitionen verwendet. Überschüsse können in Form von Dividenden ausgeschüttet werden, sind aber nicht das Hauptziel.
All das treibt dem Trio Trump, Musk und Ramaswamy Pickel ins Gesicht. So ist Musk zwar ein Pioneer der Elektromobilität, der Elektroautos nicht nur in Autos denkt, sondern auch in der Ladeinfrastruktur sieht, ohne die Elektroautos sicherlich keinen Sinn machen. Jedoch sind seine Ladezonen exklusiv, obwohl es technisch keinerlei Schwierigkeit wäre, diese auch für Elektroautos anderer Marken anzubieten. Dass man dafür einen höheren Tarif bezahlte, fände ich legitim, aber das System ganz abzuschotten nur für Tesla, das zeigt wieder den alten Geist von Rockefeller: Quelle wie Verteilung in einer Hand und schon hat man ein Monopol.
In der folgenden Tabelle ist Musks Rockefeller Ansatz, vertikale Integration und damit Kontrolle der Wertschöpfung, deutlich erkennbar:
| Aspekt | Tesla (Auto-Marke) | SpaceX (Raumfahrtunternehmen) |
|---|---|---|
| 1. Infrastruktur | Exklusives Supercharger-Netzwerk: Ursprünglich nur für Tesla-Fahrzeuge zugänglich, jetzt teilweise geöffnet, aber mit Nachteilen für andere Marken. | Eigene Raketenstartanlagen: SpaceX besitzt und betreibt exklusive Startplätze (z. B. in Boca Chica). |
| 2. Technologie | Proprietäre Ladeanschlüsse (z. B. in den USA) und Optimierung der Tesla-Fahrzeuge für die eigenen Ladesysteme. | Proprietäre Raketen: Alle SpaceX-Raketen (Falcon 9, Starship) und Triebwerke sind intern entwickelt und exklusiv. |
| 3. Software | Tesla App: Bietet Funktionen wie Ladeplanung, Fahrzeugsteuerung und Energiemanagement, ausschließlich für Tesla-Fahrer. | Interne Steuerungssoftware: SpaceX nutzt exklusive Systeme für Raketenstarts und -kontrolle. |
| 4. Integration | Tesla Wall Connector: Ladestation für Zuhause, die optimal für Tesla-Fahrzeuge ausgelegt ist. | Starlink-Integration: Starlink funktioniert nur mit SpaceX-eigenen Technologien und ist vollständig geschlossen. |
| 5. Marktführerschaft | Marktführer im Segment der Elektrofahrzeuge, was Einfluss auf Lieferketten und Rohstoffe wie Lithium stärkt. | Marktführer im kommerziellen Raumfahrtsektor, wodurch Konkurrenten wie Blue Origin stark benachteiligt werden. |
| 6. Abhängigkeit von Kunden | Tesla-Kunden profitieren von exklusiven Vorteilen (z. B. günstigere Ladepreise, Software-Updates). Andere Marken haben keinen Zugang. | NASA und andere Regierungsorganisationen sind auf SpaceX für kostengünstige Raketenstarts angewiesen. |
| 7. Forschung und Entwicklung | Tesla investiert in autonomes Fahren (Full Self-Driving), das exklusiv für Tesla-Fahrzeuge entwickelt wird. | SpaceX entwickelt wiederverwendbare Raketen, eine Technologie, die bisher keine Konkurrenz erreicht hat. |
| 8. Geschlossenheit | Tesla hat keine offenen Schnittstellen für andere Automarken, wodurch es schwierig ist, Tesla-Dienste zu nutzen. | SpaceX gewährt keinen Zugang zu Starship oder anderen Technologien für externe Partner. |
| 9. Kontrolle der Wertschöpfung | Tesla kontrolliert die gesamte Wertschöpfungskette, von der Batterieproduktion bis zur Softwareentwicklung. | SpaceX ist vertikal integriert: Raketen, Satelliten und Startdienste stammen alle aus einer Hand. |
| 10. Exklusivität durch Politik | Tesla beeinflusst durch Lobbyarbeit die Elektromobilitätsförderung, z. B. durch Subventionen für eigene Technologien. | SpaceX hat exklusive Verträge mit der NASA und dem US-Militär, die Konkurrenten keinen Zugang bieten. |
Elon Musk baut bei Tesla und SpaceX geschlossene Systeme, bei denen alles aus einer Hand kommt. Diese Exklusivität führt dazu, dass:
- Kunden von Tesla oder SpaceX abhängig werden, weil sie keine Alternativen haben.
- Wettbewerber ausgeschlossen werden, weil sie keinen Zugang zu den Technologien oder der Infrastruktur erhalten.
- Politischer Einfluss genutzt wird, um staatliche Unterstützung (z. B. Subventionen oder Verträge) zu sichern.
Dadurch stärkt Musk die Marktposition seiner Unternehmen erheblich und verhindert gleichzeitig eine breitere Nutzung seiner Technologien durch die Allgemeinheit.
Im Bereich Patente verzichtet Tesla allerdings auf die Durchsetzung seiner zahlreichen Patente. Hier eine Gegenüberstellung Tesla zu SpaceX in Bezug auf Patente:
| Aspekt | Tesla | SpaceX |
|---|---|---|
| Patentschutz | Tesla besitzt viele Patente, hat aber erklärt, diese nicht durchzusetzen, um die Branche zu fördern. | SpaceX verwendet kaum Patente, um Betriebsgeheimnisse vor Nachahmung zu schützen. |
| Offenheit | Teilweise offen: Patente können von anderen genutzt werden, wenn sie der Elektromobilität dienen. | Sehr geschlossen: Technologien bleiben intern und werden durch Geheimhaltung gesichert. |
| Strategie | Förderung von Kooperationen und Standards in der Branche. | Maximale Kontrolle und Schutz sensibler Informationen, insbesondere aus sicherheitspolitischen Gründen. |
| Innovationsfokus | Schnelle Zyklen, um der Konkurrenz technologisch voraus zubleiben. | Internes Wissen und Expertise, um Innovationen geheim und konkurrenzlos zu halten. |
Tesla setzt Patente strategisch ein und fördert Offenheit, um die Elektromobilität voranzutreiben, bleibt jedoch durch seine Innovationskraft und Schnelligkeit wettbewerbsfähig. SpaceX hingegen verzichtet weitgehend auf Patente und schützt seine Technologien durch strikte Geheimhaltung, speziell im Hinblick auf militärische und sicherheitspolitische Belange. Diese unterschiedlichen Ansätze spiegeln die jeweiligen Marktbedingungen und Geschäftsziele wider: Während Tesla von einer breiteren Akzeptanz der Elektromobilität profitiert, konzentriert sich SpaceX auf die Exklusivität und Kontrolle über hochspezialisierte Raumfahrttechnologien.
Man mag nun sagen, das ist halt Kapitalismus, aber in Verbindung mit Musks politischen Ambitionen, ist das sicherlich Rockefeller pur.
Denn Rockefeller und Standard Oil hatten erheblichen Einfluss auf politische Entscheidungsträger, sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene. Dieser Einfluss sorgte dafür, dass Regulierungen oft zugunsten des Unternehmens ausfielen oder bestehende Gesetze nicht durchgesetzt wurden.
Ein guter Kapitalist macht sich dementsprechend den Staat zunutze, den er ja eigentlich verteufelt, so auch Musk:
Die staatlichen Subventionen für Elon Musks Unternehmen
Elon Musk wird oft als visionärer Unternehmer und Innovator gefeiert. Seine Unternehmen Tesla, SpaceX und andere haben durch bahnbrechende Technologien und ehrgeizige Projekte weltweit Anerkennung gefunden. Doch hinter ihrem Erfolg steht auch eine weniger bekannte Tatsache: Elon Musks Firmen profitieren massiv von staatlichen Subventionen, Förderungen und steuerlichen Vorteilen – sowohl in den USA als auch international.
Tesla: Subventionen für den Pionier der Elektromobilität
Tesla ist das Aushängeschild der Elektromobilität, und staatliche Unterstützung hat einen wesentlichen Anteil an seinem Erfolg. Hier sind die wichtigsten Aspekte:
- Direkte Subventionen für Fabriken und Infrastruktur
- Für den Bau der Gigafactory 1 in Nevada gewährte der Bundesstaat Tesla Steuererleichterungen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar über 20 Jahre. Diese Unterstützung half Tesla, seine Batteriefertigung massiv auszubauen.
- In New York erhielt Tesla 750 Millionen US-Dollar an staatlicher Förderung für eine Solarfabrik in Buffalo, obwohl diese Fabrik später deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.
- Steuervergünstigungen für Kunden
- Tesla-Käufer profitierten lange von einer Bundessteuervergünstigung von 7.500 US-Dollar pro Fahrzeug. Diese Subvention machte Teslas Fahrzeuge für viele Kunden erschwinglicher und trug wesentlich zur Marktdurchdringung bei. Durch den Inflation Reduction Act (2022) wurde diese Förderung neu aufgelegt, wodurch viele Tesla-Modelle erneut förderfähig sind.
- Regionale Förderprogramme in Bundesstaaten wie Kalifornien ergänzten die Vergünstigungen und machten Elektrofahrzeuge noch attraktiver.
- Verkauf von Emissionsgutschriften
- Tesla verdient Milliarden durch den Verkauf von Emissionsgutschriften an andere Automobilhersteller, die gesetzliche Vorgaben nicht erfüllen. 2022 betrugen die Einnahmen aus diesen Gutschriften etwa 1,78 Milliarden US-Dollar. Diese Einnahmequelle wurde durch staatliche Vorschriften geschaffen und ist eine der lukrativsten Unterstützungsmaßnahmen für Tesla.
- Förderung durch den Inflation Reduction Act (2022)
- Der Inflation Reduction Act bietet massive Anreize für die Elektromobilität und die inländische Batteriefertigung. Tesla profitiert davon in zweifacher Hinsicht:
- Käuferförderung: Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge.
- Produktionsförderung: Bis zu 35 US-Dollar pro kWh Batteriekapazität, die in den USA produziert wird.
- Der Inflation Reduction Act bietet massive Anreize für die Elektromobilität und die inländische Batteriefertigung. Tesla profitiert davon in zweifacher Hinsicht:
- Ladeinfrastruktur
- Tesla erhält staatliche Unterstützung für den Ausbau seines Supercharger-Netzwerks. Die Öffnung der Ladeinfrastruktur für andere Marken macht Tesla zusätzlich förderungswürdig und bringt weitere finanzielle Vorteile.
SpaceX: Subventionen für den Weg ins All
Auch SpaceX, das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, profitiert erheblich von staatlicher Unterstützung. Während SpaceX als Pionier der privaten Raumfahrt gefeiert wird, ist sein Erfolg ohne staatliche Mittel kaum denkbar:
- NASA-Verträge
- SpaceX ist ein zentraler Partner der NASA und erhielt seit der Gründung über 10 Milliarden US-Dollar an Verträgen. Dazu gehören:
- Das Commercial Crew Program, bei dem SpaceX Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) transportiert.
- Der Mondlandeauftrag im Rahmen des Artemis-Programms, bei dem SpaceX das Starship für zukünftige Mondlandungen entwickeln soll.
- Diese Verträge sichern SpaceX nicht nur Einnahmen, sondern auch Zugang zu staatlich finanzierten Technologien und Infrastrukturen.
- SpaceX ist ein zentraler Partner der NASA und erhielt seit der Gründung über 10 Milliarden US-Dollar an Verträgen. Dazu gehören:
- Militärische Aufträge
- SpaceX erhielt vom US-Militär zahlreiche Verträge für den Start von Satelliten und geheimen Missionen. Diese Aufträge bringen nicht nur Einnahmen, sondern festigen auch die Position von SpaceX als unverzichtbaren Akteur in der Raumfahrt.
- Steuerliche Vorteile und Infrastrukturförderung
- SpaceX erhielt staatliche Unterstützung für den Bau seiner Startanlagen, z. B. in Boca Chica, Texas. Der Bundesstaat Texas gewährte SpaceX Steuervergünstigungen und direkte finanzielle Förderung, um die lokale Wirtschaft zu fördern.
- Starlink-Subventionen
- Starlink, das Satelliteninternet von SpaceX, profitiert von Förderungen für den Breitbandausbau in ländlichen Regionen. Die US-Regierung hat SpaceX Millionenbeträge zugesichert, um abgelegene Gebiete mit Internetzugang zu versorgen.
Internationale Subventionen
Elon Musk erhält nicht nur in den USA staatliche Unterstützung, sondern auch international:
- Deutschland:
- Für die Gigafactory Berlin-Brandenburg wurden Tesla Subventionen in Höhe von 1,14 Milliarden Euro zugesagt. Obwohl Tesla auf einen Teil der Gelder verzichtete, halfen die Förderungen erheblich beim Aufbau der Fabrik.
- China:
- In China erhielt Tesla günstige Kredite und Steuererleichterungen, um die Gigafactory Shanghai zu bauen. Diese Fabrik spielt eine Schlüsselrolle in Teslas globaler Strategie.
Die staatliche Unterstützung ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs von Elon Musks Unternehmen. Tesla und SpaceX profitieren sowohl von direkten Subventionen als auch von regulatorischen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die ihre Innovationskraft fördern. Doch diese Unterstützung wirft auch Fragen auf: Ist es gerecht, dass hochprofitable Unternehmen weiterhin massiv subventioniert werden? Und wie können diese Gelder gerechter verteilt werden, um den Wettbewerb zu fördern und die Energiewende noch breiter voranzutreiben?
Die Verdienste von Elon Musk für die Elektromobilität sind unbestreitbar, aber dass dieser Mann beauftragt wird, zum Leiter des neu geschaffenen “Department of Government Efficiency” (DOGE) zu werden, einer Abteilung für Regierungseffizienz, wirft mehr als Fragen auf. In dieser Position soll Musk den Regierungsapparat in Washington umbauen, indem er massiven Stellenabbau, Streichung von Subventionen und Deregulierung vorantreibt; das ist mehr als grotesk und wird sich als großer Fehler herausstellen.