Die Stärke der KI

Ich gebe zu, ich habe seltsame Hobbys, eins davon ist mein Bemühen unser Gehirn besser zu verstehen. Ein manchmal hoffnungsloses Unterfangen, das gebe ich gerne zu, aber KI kann auch hier helfen. So lese ich derzeit die Bücher: “Epigenetik” von Bernhard Kegel und “Wie das Gehirn die Seele macht” von Gerhard Roth und Nicole Strüber. Das erste Buch umfasst mit Anhang immerhin 366 Seiten und das zweite nur 522 Seiten. Dass ich sie in meinem verbleibenden Leben vollständig durchlesen werde, ist unwahrscheinlich. Trotzdem kann ich beide sehr empfehlen. Sie sind sehr interessant geschrieben, nur wimmelt es an Fachbegriffen der Neurobiologie und Biologie war nun wirklich nie meine Stärke. Zwar haben mich Naturwissenschaften immer interessiert, jedoch mein Wissen über Biologie ist sehr begrenzt. Doch hier kann KI hervorragend helfen.

In beiden Büchern wird sehr intensiv die Genexpression behandelt? Bitte was? Was soll das bedeuten? Ok, hier zahlt sich wieder mein großes Latinum aus. Ex-pression steht für aus-drücken, Gene, die sich ausdrücken? Viel weiter komme ich aber mit meinem Latinum nicht. Aber es gibt, ja heutzutage ChatGPT. Und da stellen wir uns janz dumm und fragen es:

Aha, wird der geneigte Biologe sagen, das ist also damit gemeint. Mit meinem biologischen Sachverstand bin ich da aber bisher nicht viel weiter gekommen. Ich weiß zwar noch, dass im Zellkern sich ein langkettiges super Molekül namens DNA aufhält und das, da alle unsere Eigenschaften “kodiert” sind und dass die DNA aus Genen besteht, was immer Gene genau sind, und damit endet dann auch mein Wissen in diesem Bereich.

Der erfahrene KI-Experte wird allerdings sagen, dass die Antwort in meinem bescheidenen Prompt Engineering begründet ist. Das KI-System erkennt, dass es sich um eine Frage aus der Neurobiologie handelt und nimmt zunächst an, dass der Fragesteller, neudeutsch=der Prompt Ingenieur, in diesem Gebiet bewandert ist.

Also muss ich meine Fragestellung anpassen.

Also das verstehe ich schon mal wesentlich besser. Da ich Programmierer bin, passe ich den Prompt noch mal an:

Jetzt bin ich buchstäblich im Bilde. Die Transformationsfähigkeiten von KI sind eine der großen Stärken der KI. Die Fähigkeit, Muster zu erkennen und diese in analoge Muster zu überführen, sind nahezu grenzenlos.

So kann man die KI auch mathematische Beweise führen lassen, aber bitte in Reimform:

Für mich ist diese Darstellungsform des Beweises nicht so die geeignete, aber die Darstellung ist vollkommen korrekt. Wer den Euklidischen Beweis noch mal nachlesen will, hier ein entsprechender Link:(https://matheguru.com/allgemein/beweis-dass-es-unendlich-viele-primzahlen-gibt.html?utm_content=cmp-true).

Ich verstehe die Beweisführung eher in diesem Format:

Diese Beweisführung ist wohl für die meisten nicht so geeignet, aber für Programmierer schon.

Large Language Models” wie ChatGPT können Antworten so anpassen, dass sie für den jeweiligen Fragesteller leicht verständlich und nützlich sind, unabhängig davon, wie vertraut der Fragesteller mit dem Thema ist. Das halte ich für einen großen Gewinn für jedermann bzw. -frau.

Dabei kann man das bei ChatGPT auch noch über den sogenannten “System Prompt” instruieren:

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