Das Titanic Syndrom

Als 14-Jähriger kaufte ich mir eher zufällig ein Kinder/Jugendbuch mit dem schlichten Titel Titanic. Mich hatte eigentlich nur der Buchdeckel angezogen. Man sah einen riesigen Dampfer, der fast senkrecht zu Meeresoberfläche stand und offensichtlich dabei war zu versinken. Erst viel später sah ich kleine Rettungsboote um den Dampfer gruppiert und so etwas wie ein Eisberg. Es war ein kurze, emotionale Kaufentscheidung. Ich machte mir nicht Mals die Mühe die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken zu lesen. Es sollte meine Sommerlektüre für das Jahr 1980 werden.

Künstlerische Darstellung des Untergangs der Titanic, Quelle Stern Online

Ich verschlang das Buch in den Sommerferien und schwankte zwischen Faszination und Angewidertheit. Doch zunächst hielt ich es nur für eine Geschichte. Bis mein Vater das Buch bei mir entdeckte und interessiert darin blättert. “Ja eine wirklich tragische Geschichte”, sagte er zu mir. “Ja, aber ist ja nur eine Geschichte”, erwiderte ich und er lachte. “Nein, nein, das ist wirklich passiert 1912 im April” sagte er und gab mir das Buch. Jetzt verstand ich mein komisches Gefühl beim Lesen des Buches. Auf der einen Seite wirkte es so detailgetreu, dass ich es für “echt” hielt, andererseits dachte ich, so blöd können Erwachsene gar nicht sein.

Nun ich sollte meine Meinung im Laufe der Jahre ändern. Rückblickend wird mir klar, dass der “Untergang der Titanic” für mich zu der “Parabel” des Scheiterns des modernen Menschen wurde. Sie entwickelte sich für mich als die “Benchmark” um privates und persönliches Scheitern bis hin zu kollektivem und globalem Versagens zu messen.

Das tragische, faszinierende an dieser wahren Geschichte ist, dass bis zuletzt die Geschichte einen zumindest deutlich geringeren tragischen Verlauf hätte nehmen können. Bis zuletzt hätten alle 2224 Menschen an Bord gerettet werden können. Doch am Ende verstarben 1514 Menschen in den eiskalten Fluten des Nordatlantiks.

Obwohl es wirklich, während der Jungfernfahrt der Titanic eine unglaubliche Kette von verhängnisvollen Ereignissen und Fehlentscheidungen gab, so ist, aus meiner Sicht, die Titanic hauptsächlich Opfer eines selbst gestrickten Mythos “vor” ihren “Lebzeiten” geworden. Heute würde man sagen, sie wurde Opfer ihres genialen Marketings, sie galt als:

UNSINKABLE

Als Ingenieur versuche ich den Begriff Schicksal eher nicht zu verwenden. Aber es ist offensichtlich, dass man mit so einem aggressiven Marketing, dann irgendwie doch das Schicksal herausfordert. Doch ich halte die psychologische Erklärung, wie sie im Buch “die Logik des Misslingens” von Dietrich Dörner analysiert wird für zielführender.

Es gab allerdings auch gute technische “Voraussetzungen” zu behaupten, dass die Titanic unsinkbar sei. Sie hatte das modernste hochautomatisierte Schottensystem ihrer Zeit. Ein Schott ist eine durchgehende Wand, die über einen Schließmechanismus manuel oder automatisiert wasserdicht verschlossen werden kann. Die Titanic verfügte außerdem über ein ausgeklügeltes Kollisonsschottensystem. Das Kollisionsschott trennt den Bug Teil des Schiffes von dem Rest. Der abgetrennte Raum dient zum Abbau der Kollisionsenergie, so dass der Rest des Schiffes wahrscheinlich dicht bleibt.

Dass dieses Kollisionsschottensystem funktionierte, davon hatte sich der Kapitän der Titanic, Edward Smith, selbst überzeugen können, zwar nicht mit der Titanic selbst aber mit der Olympic dem Schwester Schiff der Titanic. Am 20 September 1911 gab es eine Kollision der Olympic mit dem britischen Schlachtschiff Hawke. Während der Bug der Olympic zwar beschädigt wurde aber das Kollionsschottensystem perfekt funktionierte, verlor das britische Schlachtschiff seinen Bug komplett und musste aufgegeben werden. Man vermutet heute, dass auch aufgrund dieses Erlebnis Kapitän Smith die Titanic für kaum verwundbar hielt.

Der “Zwischenfall” mit der Hawke fügte der White Star Schiffahrtslinie der Olympic und Titanic allerdings einen massiven finanziellen Schaden zu. Zum einen forderte die britische Marine einen hohen Schadensersatz und bis März 1912 konnte die Olympic nicht für den Linienverkehr eingesetzt werden und außerdem verzögerte der Vorfall die Fertigstellung der Titanic. Es lastete also ein immenser Erfolgsdruck auf der Titanic noch bevor sie ins Meer stieß. Das Blaue Band musste gewonnen werden. Diese Trophäe war überlebensfähig für die White Star, so dachte man wohl.

Was passierte also am 14. April 1912 um 23:50. Die Titanic “raste” mit ca. 22 Knoten (ca. 40 Stundenkilometer) durch den Nordatlantik. Immer öfter meldeten die Funker dem Kapitän und den Offizieren der Titanic, dass Eisberge auf Schiffen mit gleicher Route gesichtet wurden. Die Reaktion der Führungsmannschaft war das Tempo auf 22 Knoten zu belassen aber die Aussichtstürme (Krehennester) mit jeweils zwei Personen zu besetzen, dummerweise ohne Fernglas. Es soll nur zwei Ferngläser gegeben haben, eins für den Kapitän und eins für den ersten Offizier William Murdoc. Dieser Mann stand am 14. April 1912 23:50 auf der Brücke und hatte das Kommando. Als ihn die klare Botschaft vom Krehennest ereilte: Iceberg ahead! Aus Berichten von Überlebenden der Mannschaft und Simulationen, die den Unfall rekonstruieren, geht man davon aus, dass der Eisberg erst 300 Meter vor der Titanic gesichtet wurde. 300 Meter sind erstaunlich wenig, denn es war klare Sicht in dieser Nacht vielleicht auch ein Grund, warum der Kapitän trotz Eiswarnungen die Geschwindigkeit der Titanic nicht deutlicher reduzierte.

Ergänzung: Der zweite Offizier Lightoller, der das Unglück als einziger Offizier überlebte, berichtete, dass bei Sichtung des Funkverkehrs nach dem Unfall ihm eine Eisbergwarnung des Dampfers M.S. Messala in die Hände fiel, der vor schwerem Packeis und Eisbergen in gleicher Route wie die Titanic schon am frühen Abend des 14. April 1912 warnte. Leider hatte es diese Nachrricht nicht bis zur Brücke geschafft.

Man nimmt heute an, dass es sich um einen blauen Eisberg handelte. Was bedeutet das? Wasser is flüssig wie aber auch im Festzustand eigentlich transparent. Schnee und Eis erscheinen uns weiß, durch die vom Eis eingeschlossene Luft. Die eingeschlossenen Luftbläßchen reflektieren das einfallende Licht weißlich. Je nachdem wie lange ein Eisberg im Wasser sich aufhält, entweicht immer mehr eingeschlossene Luft aus dem Eisberg und die Luft konzentriert sich im Kern des Eisberges. Dann schafft es nur noch energiereiches blaues Licht den Eisberg zu verlassen. Blaues Licht in einer klaren, dunklen Nacht vom Meeres und Horizonhintergrund zu differenzieren, zumal ohne Fernglas ist nahezu unmöglich. Ich halte das für eine plausible Erklärung, warum der Eisberg erst 300m vor der Titanic erspät wurde.

Welche Optionen hatte also um 23:50 am 14. April 1912 der erste Offizier Murdoc?

Er hätte sich auf die Physik und das “Operational Menu” der Titanic berufen können und schreien sollen: Leicht Steuerbord, Kurs halten, Antrieb volle Kraft zurück!

Das hätte zwar eine Kollision mit der Unterwasserflanke des Eisbergs bedeutet und damit den sofortigen Tod von ca. 200 Menschen der Besatzung bedeutet, die im Bug zu diesem Zeitpunkt arbeiteten. Berechnet man wie stark Stahl sich verformen lässt, so wären wohl maximal “nur” die beiden ersten Abteilungen im Bug zerstört worden. Das Kollionsschottensystem hätte, wie beim Unfall der Olympic mit der Hawke die Stoßenergie aufgenommen und die Titanic wäre nicht gesunken zumindest aber hätte man viel mehr Zeit gehabt die Überlebenden der ersten Kollision zu retten.

Nun so kam es nicht, sondern Murdoc schrie: Hart Steuerbord!

Hatte jedoch Murdoc wirklich die Option den Kollisionskurs zu wagen? Die Antwort ist, denke ich, klar: “Nein“. Seine Aufgabe war es die brandneue Titanic auf ihrer Jungfenfahrt heil und so schnell wie möglich nach New York zu bringen. Daher wollte er unbedingt noch vor dem Eisberg die Wende schaffen. Zwar war es unmöglich die Titanic schnell abzubremsen aber das elektrisch, hydraulische Steuerruder reagierte sofort. Und beinahe hätte es Murdoc geschafft. Die Wende gelingt, aber dann kommt das 1/7 Problem mit Eisbergen zum Tragen. Die Titanic fährt nun parallel zum herausschauenden Teil des Eisberges, demnach lauern noch 6/7 des Eisberges unter dem Wasser und hier waren es wohl harte Eis Unterwasserscheren, die die Titanic an ihrer schwachen Flankenseite aufritzen, wie ein Dosenöffner eine Dose. Aufgrund der hohen kinetischen Energie der Titanic wird deren Flanke über einen sehr weiten Bereich eingerissen. Dabei werden zu viele Abteilungen (sechs) der Titanic beschädigt und das Wasser kann auf breiter Front in die Titanic eindringen. Das hervorragende Schottensystem der Titanic kann zwar das Eindringen des Wassers verlangsamen aber ein Volllaufen des Schiffs aufgrund des immensen Wasserdrucks nicht verhindern.

Aber wegen dieses ausgezeichneten Schottensystems hätten immer noch zu diesem Zeitpunkt alle 2224 Passage und Mannschaftsmitglieder, trotz einer viel zu geringen Anzahl von Rettungsbooten gerettet werden können. Doch was jetzt passiert ist nur mit Murphies Law zu erklären: Was schief gehen kann, geht schief!

Ca. eine halbe Stunde nach dem Aufprall der Titanic mit dem Eisberg, der Brücke ist nun klar, dass das Schiff unwiderruflich sinken wird, werden die Funker angewiesen das ältere Rettungsfunksignal CQD (Come Quickly Danger) bzw. das neue Rettungssignal SOS in den “Äther” zu funken. Unter anderem ist es die Carpathia, die 107 km entfernt vom Unglücksort der Titanic ist, als sie deren Hilferuf empfängt. Sie ändert sofort den Kurs aber durch das starke Eisvorkommen ist sie erst vier Stunden später am Unglücksort. Doch viel näher ist die Californian am Unglücksort, nur 25km entfernt, hatte sie wegen des Eises haltgemacht. Doch ihr Funker hatte gegen 23 Uhr das Funkgerät abgeschaltet. Es gab damals noch keine Pflicht das Funkgerät in ständiger Bereitschaft zu haben. Matrosen der Californian berichten später, dass sie weiße Leuchtraketen beobachtet hätten und Lichterketten, die auf einmal verschwanden. Dass wohl in diesem Moment das damals weltgrößte Passagierschiff versank, ahnten sie nicht im Traum. Rote Leuchtkerzen hätte das “Ruder” noch rumreißen können. Aber die Titanic hatte keine an Bord, sie war ja unsinkbar und damit war ihr “Schicksal” besiegelt.

Nun warum erzähle ich diese alte und bekannte Geschichte? Ich möchte dieses Drama mit dem Klimawandel der letzten 250 Jahre vergleichen. Die Titanic als Parabel für unseren Umgang mit der Klimakrise zu wählen, hat natürlich auch dramaturgische Gründe aber aus meiner Sicht gibt es leider erschreckende Parallelen abgesehen davon, dass alle größeren Unglücke oft ein ähnliches Ablaufschema aufweisen.

Ich teile das Titanic Unglück nochmal grob in drei Zeitabschnitte ein:

  • Vorgeschichte
  • Aufprall mit dem Eisberg
  • Umgang mit dem Unfall

Wenn man versucht, dieses Ablaufschema auf den menschengemachten Klimawandel anzuwenden, merkt man das man schon, dass man ins Schleudern kommt. Ich setze den Unfall des Planeten Erde mit der Menschheit um 1770 an. Mit der Entwicklung der Dampfmaschine in Groß Britannien, entwickelt, um Grubenwasser in Kohleschächten abzupumpen. James Watt erfand sie zwar nicht, verbesserte aber ihre Funktionalität und Wirkungsgrad mit seinem Patent erheblich und verhalf der Dampfmaschine zum Durchbruch. Was dann geschieht, kann ich nur mit dem englischen Wort “unprecident” ausdrücken. Doch wann genau war jetzt der Aufprall des Menschen mit seinen Fähigkeiten mit den natürlichen Ressourcen des Planeten?

Seit dem späten Mittelalter war die Erde auf dem Weg in eine kleine Eiszeit. Ursachen dafür waren hauptsächlich große Vulkanausbrüche in Südostasien, die die Atmosphäre mit Rußpartikeln überschütteten, so dass die Sonneneinstrahlung vermindert wurde. Doch ab ca. 18 Hundert nach Christus ist eine deutliche Trendwende zu beobachten und ein rasanter Anstieg der mittleren globalen Temperatur zu erkennen. Also im Zeitraum Ende 18. Jahrhundert bzw. Beginn 19. Jahrhundert terminiere ich den Unfall.

Aus dem Buch: Regenerative Energiesysteme von Volker Quaschning

Doch gesehen oder nur geahnt, dass da ein Problem kommen könnte, hat das natürlich niemand. Aber der Wendepunkt im globalen Temperaturverlauf im 19. Jahrhundert ist schon beeindruckend. Was man aber natürlich sah und roch beim Verbrennen der Kohle war der schwarze Ruß, die stinkenden und giftigen Gase der Stickoxide. Das farb- und geruchlose Gas CO2, das auch weniger toxisch ist als die Stickoxide, das blieb ganz im Hintergrund.

Die Grundlagen, um überhaupt zu erkennen, dass ein Unfall stattgefunden hat wurden im 19. Jahrhundert erarbeitet. Ich zitiere aus einem Internet Beitrag des Bayrischen Rundfunks (BR 24):

Schon vor rund 200 Jahren beschreibt Joseph Fourier als erster den Treibhauseffekt, ohne den auf der Erde ein eisiges, lebensfeindliches Klima herrschen würde: Das Sonnenlicht bringt Wärme auf die Erde, die von der Atmosphäre zurückgehalten wird und nicht wieder ins All entweicht. Dass das Gas Kohlendioxid (CO2) dabei eine Rolle spielt, entdeckte die Amerikanerin Eunice Foote in den 1850er-Jahren. Auch der der Brite John Tyndall erforscht um 1862 den natürlichen Treibhauseffekt und stellt neben CO2 weitere Treibhausgase fest.

Doch zunächst halten alle Forscher diese Erderwärmung für etwas Gutes.

Ich zitiere weiter aus diesem Beitrag:

Es ist ein deutscher Forscher, der im Zweiten Weltkrieg dann deutlich davor warnt, dass die zukünftige Bedeutung dieser langsamen, aber stetigen Klimaerwärmung nicht abgeschätzt werden kann.

“Mit einem Fortschreiten dieser sehr langsamen Erhöhung der Temperatur … muss gerechnet werden. Damit wird aber die Tätigkeit des Menschen zur Ursache einer erdumspannenden Klimaänderung, deren zukünftige Bedeutung niemand ahnen kann.” Hermann Flohn, 1941

Man sollte meinen das 1941 Menschen, gerade in Deutschland andere Sorgen hatten als an einen heraufziehenden Klimawandel zu denken. Hermann Flohn ist aber ein Zeichen dafür, dass es Menschen gibt, die auch in extremer akuter Situation einen weiten Blick nach vorne wagen und uns damit einen Spiegel vorsetzen.

Am Ende des 20. Jahrhunderts ist es Hoimar von Ditfurth, Psychater, Biologe und Generalist, dem es zu verdanken ist, dass in Deutschland einem größerer Teil der Bevölkerung klar wird, dass da ein Aufprall stattgefunden hat.

Hoimar von Ditfurth 1978

Wo sind wir also, wenn wir die Klimakrise mit dem Bild der Titanic vergleichen? Wir sind, aus meiner Sicht, schon deutlich nach Mitternacht also ca. 00:30 am 15. April 1912. Die Titanic war um 23:40 am 14. April mit dem Eisberg kollidiert. Zwei Stunden und 40 Minuten später versank sie endgültig in den eiskalten Fluten des Nordatlantiks. Um 00:30 laufen noch die Generatoren im gut geschützen Maschinenraum der Titanic. Es ist also noch Strom für Licht und die Funksysteme vorhanden. Die ersten Rettungsboote verlassen das Mutterschiff.

Können wir also in dieser Situation dem Planeten Erde mit seinem schwer angeschlagenen Öko System helfen und erschwerend hinzukommend mit einem Krieg belastet, der schon existierende ökonomische Verwerfungen durch die Panademie nochmals verschärft?

Ich kann diese Frage nicht beantworten aber ich kann klar sagen, dass wenn wir so weitermachen, wir in 90 Titanic Minuten mit Mann und Maus untergehen. Im schlimmsten Szenario, dass ich mir vorstellen kann, kann dies bedeuten, dass am Ende dieses Jahrhunderts die Menschheit, ähnlich wie bei der Titanic, auf einen drastischen Anteil der heutigen Bevölkerung sinkt und die Menschheit nur noch ein Schatten ihrer Selbst darstellt. Das ist wie gesagt eine persönliche Einschätzung, die nicht wissenschaftlich fundiert ist. Auch gab es schon viele Untergangsprognosen und es kam anders. Doch, dass es anders kam, bedeuetet nicht, dass ein Scheitern der Menschheit aus eigenem Handeln heraus unmöglich ist. Die Gefahr eines möglichen Atom Krieges als Folge von eskalierenden Wetterextremen durch die Klimakrise erwähne ich einfach mal unkommentiert.

Aber soweit muss es auch nicht kommen. Wir müssen, um im Titanic Bild zu bleiben, den Druck gegen die Spuntwände der Schotten der vollaufenden Titanic reduzieren, so dass sie langsamer Schritt für Schritt bersten. Ich schreibe langsamer bersten, weil derzeit keine Technik in realisierbarer Sichtweite ist, die uns eine Erde zurückbringt, wie ich sie noch zu meiner Kindheit kannte. Wir müssen also unbedingt Zeit gewinnen, um eine Innovation aufzubauen, die es erlaubt der Natur wieder auf die Beine zu kommen.

Doch ist das realistisch gerade bei einem Szenario, wo sich die Menschheit ans Messer will. Die Welt ist in nur wenigen Jahren nach 1990 wieder in Blöcke zerfallen. Dabei ist anzunehmen, dass die Blockbildung nach dem 2. WK nie überwunden wurde, sondern höchstens für eine kure Zeit überdeckt wurde. Ich glaube leider, dass es nicht viel gibt, was uns Menschen zusammenhält aber einen Punkt gibt es doch und das ist der Überlebenswille. Bei allen Konflikten, die es zwischen Staaten und innerhalb von Gesellschaften gibt, sollte uns eine Erkenntnis unter Umständen retten: Es gibt ihn nicht den Planet B, nicht in Reichweite von Jahrzehnten wahrscheinlich Jahrhunderten. Unser Überlebenswille sollte uns klar machen, dass wir so wie wir Hand in Hand gegen die Natur in den letzten 200 Jahren gearbeitet haben nun Hand in Hand mit der Natur arbeiten müssen. Und da Natur vom griechischem abstammt “von selbst” (versus techne= vom Mensch) sollten wir sehr bald ihr mehr Platz zugestehen. Denn mein “technischer Instinkt” sagt mir, dass die Natur sich am besten selbst repariert und je schneller wir das kapieren, umso besser für uns.

Verwendete Quellen:

https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/titanic–forscher-machen-spektakulaere-aufnahmen-von-schiffswrack-32689298.html

https://www.br.de/nachrichten/wissen/klimawandel-geschichte-der-klima-forschung,SdhKxUA

https://www.sueddeutsche.de/panorama/physiker-ueber-den-titanic-untergang-sie-haette-nicht-sinken-muessen-1.1331467#:~:text=Rechnet%20man%20aus%2C%20wie%20stark,gehabt%2C%20das%20Schiff%20zu%20evakuieren.

Leave a comment